WST BERN «Leistung & Sport» – Recap

 

ein Erfahrungsbericht von Dominique Wirth

«Leistung & Sport» – das Motto des dritten Events von We Shape Tech, an dem ich teilnehme. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Sicher wird es ganz anders als etwa an dem Abend zum Thema «Passion» oder am Sommerevent, wo wir uns als Barkeeper versuchen durften. Auch Vorstandsmitglied Brigitte Hulliger sagt bei der Begrüssung: «So einen Anlass hat es bei We Shape Tech noch nie gegeben!»

Ich finde, gerade deswegen passt das Thema so gut hier her. Klar, We Shape Tech ist ein Netzwerk für Frauen in der IT Branche. Aber eben nicht nur: Männer sind willkommene Eventteilnehmer und es dreht sich auch nicht immer alles um IT. We Shape Tech will Diversität fördern. Warum nicht auch bei der Wahl des Mottos? Es funktioniert: Neben bekannten Gesichtern lockt das Thema viele Neugierige, die zum ersten mal an einem WST-Event dabei sind, in die Cafeteria der DV Bern AG.

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Nach Brigitte begrüsst uns Xaver Weibel im Namen der DV Bern, dem Host und Sponsor des heutigen Abends. Als Xaver sich vorstellt wird klar, wie es zum heutigen Motto gekommen ist: Er ist einerseits als Mitglied der Geschäftsleitung der DV Bern ein IT Mensch, andererseits aber auch ein leidenschaftlicher Sportler. Besonders der Stabhochsprung hat ihn schon früh fasziniert. Xaver erzählt uns, wie er die Entwicklung dieses Sports von der «Männer-Sache» zu einer populären Sportart für Frauen miterlebt hat. Stabhochsprung ist übrigens erst seit 2000 eine olympische Disziplin für Frauen. Wer sich schon so lange für diesen Sport interessiert wie Xaver, kommt nicht umhin, die Karriere des heutigen Gastes mitzuverfolgen: Nicole Büchler hält mit 4.78 Meter den Schweizer Rekord im Stabhochsprung und wurde bereits drei Mal zur Schweizer Leichtathletin des Jahres gewählt.

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Wir kommen zum Hauptprogrammpunkt des heutigen Abends und zwei junge Frauen mit völlig unterschiedlichen Lebensentwürfen stehen nun im Mittelpunkt: Nicole, die Leistungssportlerin, Trainerin und werdende Mami stellt sich den Fragen von Brigitte, Unternehmerin in der IT und Vorstandsmitglied von We Shape Tech Bern. Genau so verschieden wie die Beiden waren wohl auch die Motive der Besucher, an diesem WST-Event teilzunehmen. Aber ob man nun trotz oder gerade wegen des Themas «Sport» gekommen ist: Das locker und witzig geführte Gespräch, die Fragen aus den verschiedensten Themenbereichen und die ausgesprochen sympathische Art von Nicole zieht alle Anwesenden sofort in den Bann.

Nach Gemeinsamkeiten muss man eben doch nicht lange suchen. Und auch wenn ich selbst mit dem Leistungssport nichts am Hut habe: Ich erkenne mich in vielen Situationen wieder, von denen Nicole erzählt.

Zum Beispiel die Beschreibung der ersten Kontakte und Versuche im Stabhochsprung erinnern mich an eigene Erlebnisse. Wie etwas Neues mein Interesse weckt und ich das lernen möchte. Ich aber dann erstmal wie der Esel am Berg stehe und in kleinen Schritten und mit Beharrlichkeit an eine neue Herausforderung herangehen muss.

Wenn Nicole erzählt, wie es ist, die eigene Trainerin zu sein, erkennen sich sicher viele der Anwesenden wieder. Die Freude über gewonnene Selbstständigkeit und Freiheit kann schnell von Unsicherheiten verdrängt werden. Bin ich auf dem richtigen Weg? Mache ich Fehler, die ich selbst nicht erkenne? Diese Zweifel kennen sicher viele von uns. Und leider können wir nicht immer gut damit umgehen. Aber Nicole fasziniert mit ihrer gelassenen und ruhigen Art, Unbekanntes auf sich zukommen zu lassen, positiv und mutig zu bleiben. Davon will ich mich inspirieren lassen und ich werde sicher oft an den heutigen Abend denken, wenn ich eine Portion Mut oder Gelassenheit gebrauchen kann!

Brigitte ist mit ihren Fragen durch, aber die Gäste wollen auch noch alles Mögliche von Nicole wissen. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, die von Nicoles Gelassenheit beeindruckt ist: Jemand fragt, ob denn ihr Mann auch so entspannt dem Unbekannten entgegenschaue?

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Auch die «Techies» im Publikum haben Fragen. Ob Nicole sich schon einmal überlegt habe, die Technik beim Sport mit technischen Mitteln zu analysieren? «Ja, auf jeden Fall! Leider ist unsere Sportart zu unpopulär, als dass in diesem Bereich viel investiert wird», «Ach, da kann man auch ganz einfache Sachen machen….». Vielleicht wurde dieses spannende Thema später vertieft? Das Apéro im Anschluss bot sicherlich die ideale Gelegenheit, um solche Ideen zu besprechen.

 

Ich selber freue mich, bekannte Gesichter von früheren Anlässen wieder zu sehen und neue Kontakte zu knüpfen. Ganz im Sinne der Diversität plaudere ich mit verschiedenen Menschen über verschiedene Themen und lasse bei einem Glas Weisswein und vielen leckeren Häppchen (merci DV Bern) den Abend ausklingen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen inspirierenden Event möglich gemacht haben! Ich bin gespannt, was mich am nächsten WST-Event in Bern erwartet!

WST Bern «Mixology» – Recap

 

“Summer in the city”– Das hat mal Joe Cocker gesungen. Für mich bedeuten die heissen Tage in Bern vor allem Aare-Schwimmen. Aber nicht nur. Einen gemütliche Abend mit leckeren Cocktails im Herzen der Berner Altstadt war ein guter Grund für unser Netzwerk, sich wieder einmal zu treffen.

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An unserem Sommerevent hat uns Corinne von der Krone Bar gezeigt, wie man mit wenigen Zutaten und ohne grossen Aufwand sommerliche Drinks selber mixen kann. Sie hat uns drei verschiedene Drinks erklärt: der erfrischende Basil Smash, der intensive Bärn Mule und der klassische Negroni. Mein Liebling ohne Zweifel: die Bärn Mule.

Als Give-Away für alle Teilnehmerinnen gab es einen Negroni «zum-Mitnehmen» und eine visuelle Anleitung, gezeichnet von unserem Board Member Brigitte Hulliger.

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Die TeilnehmerInnen konnten ihre Drinks beim Netzwerken geniessen.  Die Stimmung war ganz locker – die Cocktails lecker.

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Vielen Dank an alle Helfer und an der Krone Bar für die Organisation. Nach der Sommerpause erwarten euch weitere Events. Melde dich für unseren Newsletter an um nichts zu verpassen.

WST Bern «Pitch yourself» – Recap

 

«Jetzt erst Recht!» – diese Aussage begleitete mich bei unserem «Pitch yourself» Event in Bern von der Organisation bis zur Durchführung…

WST 27.07.2018 Recap «Pitch yourself»

Ich gebe es zu, es war ein bisschen ein Risiko unseren Event am 27. Juni durchzuführen. Mir als WM-Muffel war’s ja erst eigentlich gar nicht so bewusst, dass da die Schweiz gegen Costa-Rica spielt. Als aber der erste Coach abgesprungen ist mit der Aussage «da chunnt itz niemer, a dä Event! Da muesch Schutte luege!» hatte ich zwischenzeitlich schon ein etwas mulmiges Gefühl.

«JETZT ERST RECHT…» haben wir uns aber gedacht und unser Programm ein klein wenig angepasst. So hat’s diesmal als Apéro Bier und Bratwurst gegeben, und für die WM-Fans ein Public Viewing. Way to go with Clichés, nicht?

Und ich nehm’s gleich vorab: Es hat sich gelohnt, und der Event war toll!

Ein Blick zurück.

Es ist etwa 30 Grad, perfektes Wetter, ausverkauft mit 50 Anmeldungen, die Coaches gebrieft und ready, und die Türöffnung steht kurz bevor. Fabienne Bürkli, unsere Speakerin für den Abend ist schon ganz schön nervös – ja, auch Pitching Experten sind nervös vor Vorträgen. Ich find’s sympathisch! Und mit einem «Schuum»-Bier ist sie dann schon sehr viel lockerer. Es kann losgehen.

Beim Empfang können sich die TeilnehmerInnen gleich als WM-Fan outen. Zu den Namensschilder gibt’s Panini. Und damit sich die WM-Muffel nicht so verloren vorkommen, gibt’s für die einen Anonymous Kleber.

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Nach einer ersten Erfrischung und ein paar Snacks geht’s dann mit dem offiziellen Teil los. Monika (@mon_blaser) eröffnet das Programm und Laura Kieser von der APP Unternehmensberatung AG erzählt uns etwas über Frauen in der Beratung – wir lernen: das geht übrigens sehr gut!

Dann übernimmt Fabienne Bürkli: Alle haben schon gespannt darauf gewartet. Wie kann man sich denn eigentlich gut verkaufen? Was ist dieses Pitching? Und wozu kann man das denn brauchen? Gibt’s denn da auch ein paar Tipps und Tricks, wie man das machen kann? Fragen über Fragen – und sie hat auf alles eine Antwort. Einfach zusammengefasst in einem CheatSheet.

«Stell dir einmal vor… du bist in einem Lift mit deiner Chefin. Du hast eigentlich schon lange eine geniale Idee für die Firma, brauchst aber ein bisschen Zeit oder Geld dafür. Du hast 30 Sekunden Zeit (bis der Lift auf ihrem Stockwerk ankommt), um deiner Chefin deine Idee schmackhaft zu machen», fängt Fabienne an und erklärt dann, dass ein Elevator Pitch immer aus einem Hook, einem Core und einem Close besteht. Hat man etwas mehr als 30 Sekunden Zeit, so empfiehlt sich die NABC Methode für die Strukturierung vom Core.

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Pitchen könne man überall gebrauchen, erklärt sie, nicht nur um die Chefin zu überzeugen, sondern auch mal um den Partner zuhause zu überzeugen, dass man Fussball schauen möchte und nicht Germany’s Next Top Model, sagt sie mit einem Augenzwinkern ;-).

Auch für sie als alter Hase im Pitching ist es aber nicht immer ganz einfach… «Pitchen ist ambivalent… es ist nötig und bringt sehr viel, aber eigentlich mag ich es nicht. Aber ich sag mir dann jeweils: JETZT ERST RECHT!».

Sie gibt auch noch ein paar Tipps, was man gegen die Nervosität tun kann und zeigt’s dann auch gleich vor. Die Atemübungen aus ihrem Gesangsunterricht in den Jugendjahren kommen ihr hier gelegen.

Theorie ist gut und recht… aber wir wissen es alle: Übung macht den Meister. Nach der Einführung von Fabienne können sich drum die TeilnehmerInnen in Gruppen aufteilen und zu verschiedenen Themen das Pitching üben. Die Themen sind so vielseitig wie die Gruppen: «Me, Myself and I» für die, die sich selber verkaufen möchten, «Fussball – ja oder nein?» für alle, die den nächsten Abend eben WM gucken möchten, oder doch lieber Germany’s Next Top Model? «Meine Idee» für die, die eine Idee haben, aber nicht wissen, wie sie die verkaufen sollen und last but not least «Freizeit», für die, die zuhause die Familie noch überzeugen müssen für ihre beste Ferien Idee.

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Jede Gruppe erhält einen Coach zugeteilt – und dann wird gepitched was das Zeug hält. Alle kommen mal dran. Ich höre so viele tolle Ideen in einer so kurzen Zeit: Von der Ankleidekabine in Post Filialen (Ja, ich will meine Zalando Päckli gleich auspacken und was nicht passt direkt zurückschicken!) über gemeinschaftliches Urban Gardening auf der Dachterrasse (nachhaltig, günstig und fördert den nachbarschaftlichen Zusammenhalt) bis hin zum Surf-Urlaub, um nur ein paar Ideen zu erwähnen. Ich bin total begeistert.

Der «offizielle» Teil neigt sich langsam dem Ende zu – und ja, es ist auch schon bald 8 Uhr und das WM-Spiel beginnt. Während Monika die Meute zusammentrommelt und die nächsten Events ankündet mache ich mich auf den Weg auf die Dachterrasse und heize schon mal den Grill ein und unsere anderen fleissigen HelferInnen bauen das reichhaltige Salatbuffet auf. Es gibt Bratwürste (mit Chili oder Curry oder Tomaten oder …) und leckeres Bier.

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Das Apéro ist eröffnet! Die WM-Begeisterten gucken sich das Spiel an, während die anderen den Sommerabend auf der Dachterrasse geniessen, ihr Netzwerk pflegen und einige sogar weiter ihre Pitches üben.

«JETZT ERST RECHT!» war ein guter Ratgeber und ich bin froh, haben wir uns nicht verleiten lassen, den Event zu verschieben. Das Spiel (so hat man mir gesagt) ist 2:2 ausgegangen, somit ist die Schweiz in den Achtelfinals der WM – das «i-Tüpfli» des Abends. Ich freue mich auf den nächsten Event!

Vielen lieben Dank an APP und die zahlreichen Coaches und HelferInnen. Ohne euch wär’s nicht möglich gewesen!

WST Bern «Future@Work»

ein Erfahrungsbericht von Murielle de Roche, Helferin am «future@work» Event vom 27.04.2018 bei der Swisscom

Es ist Mittwoch, 17:30 Uhr und ich treffe etwas gehetzt im BrainGym der Swisscom an der Genfergasse ein. Eigentlich wollte ich doch früher da sein, da ich mich zum Helfen als «Mädchen für alles» gemeldet hatte. Von den bereits anwesenden Helferinnen werde ich herzlich in Empfang genommen und wir sprechen uns rasch ab, wer was macht. Zusammen mit Kathrin positioniere ich mich direkt beim Eingang, bewaffnet mit Teilnehmerinnenliste und Namenskleber, um die heutigen Gäste in Empfang zu nehmen. Obwohl es mein erster WE SHAPE TECH Anlass ist, begegne ich einigen bekannten Gesichtern – kein Wunder, mit der Swisscom ist mein Arbeitgeber der Host des heutigen Events.

Nach Welcome-Drink und kurzem Schwatz geht es um 18:30 Uhr los mit dem Hauptteil, der Podiumsdiskussion zum Thema «future@work». Ein brandaktuelles Thema, das mich persönlich betrifft und interessiert: Im Rahmen der Swisscom DevOps Transformation hat mein Organisationsbereich im letzten Jahr die Software Entwicklung vom Wasserfall-Model auf agile Methodik umgestellt – eine sehr spannende und lehrreiche Zeit voller Abenteuer und Experimente. Nun bin ich gespannt, was als Nächstes kommt – Welcome Future@Work!

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Brigitte Hulliger begrüsst charmant und humorvoll die gespannte Frauen-Meute, erläutert den Ablauf des heutigen Abends und gibt einen Ausblick auf zukünftige Anlässe von We Shape Tech Bern. Zudem fordert sie uns auf, fleissig vom heutigen Abend zu twittern und als Nicht-Twitter-User überlege ich mir kurz, auch hier Neuland zu begehen und einen Account einzurichten. Ich verwerfe die Idee aber schnell wieder, es würde mich schlicht zu lange ablenken und ich möchte auf keinen Fall deswegen die Podiumsdiskussion verpassen. Beruhigt sehe ich, dass andere Teilnehmerinnen bereits ihr Smartphone gezückt und die Twitter-App gestartet haben – nun kann’s also definitiv losgehen!

Nach Brigitte begrüsst uns auch der heutige Gastgeber – die Swisscom – in der Person von Elena Folini, Diversity Verantwortliche bei Swisscom. Elena gibt den Teilnehmerinnen einen kurzen Einblick zur Swisscom als Arbeitgeberin und erläutert, wo das Unternehmen heute in Bezug auf Diversity steht und was es aktuell am Meisten beschäftigt. Elenas Kernaussagen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Swisscom beschäftigt sich aktiv mit dem Thema Diversity und ist verglichen mit anderen Unternehmen sehr weit. Mein Arbeitgeber unterstützt beispielsweise verschiedene Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle, Teilzeit für Männer, Work Smart und vieles mehr – und dennoch gibt es noch einiges zu tun. Gerade im Zusammenhang mit der Digitalen Transformation und den damit verbundenen Änderungen in Bezug auf Arbeitsmethodik und Stellenprofile.

Nach diesem Intro übernimmt nun Monika Blaser das Wort und startet mit der Podiumsdiskussion. Dazu hat sie vier spannende Frauen mit unterschiedlichem Background eingeladen:

  • Maja Schreiner, Senior Test Manager bei Swisscom
  • Helia Burgunder, Head of Sales bei Swisscom
  • Anna Spiess, Mediamatik Lernende way-up bei Swisscom
  • Nadja Perroulaz, Co-Founder und Partner bei Liip AG

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Die erste Frage dreht sich um die Arbeitswelt von heute und wie sie sich im Verlauf der Karrieren der vier Frauen verändert hat. Maja spricht begeistert von der Zusammenarbeit trotz örtlicher Distanz, die dank technologischem Fortschritt heute so einfach möglich ist und maximale Flexibilität für jeden Einzelnen ermöglicht. Gleichzeitig betont sie aber auch die Wichtigkeit von gemeinsamer Vision und Mindset sowie der Teamfähigkeit der Mitarbeitenden. Überraschend fällt für mich der Vergleich der Schweiz mit Serbien, Maja’s Herkunftsland, aus: Während es in Serbien ganz normal ist, dass Mädchen sich für Technik interessieren und z.B. Mathematik oder Physik studieren, sind weibliche Vertreter in diesen Domänen bei uns in der Schweiz nach wie vor akut in der Unterzahl. Die Begründung klingt logisch, stimmt aber nachdenklich: Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation ist es für die meisten Familien in Serbien nicht möglich, nur von einem Einkommen zu überleben und deswegen zwingend, dass Frau nach der Familien-Gründung rasch möglichst wieder arbeiten geht. In der Schweiz hingegen wird oftmals noch das klassische Familienmodell praktiziert: Mann geht arbeiten und bringt das Geld nach Hause, während Frau für die Kinder und das häusliche Wohl sorgt. Einmal mehr fühle ich mich bestätigt in meiner These, dass wir in der Schweiz viel zu wenig aus dem Potenzial der Frauen schöpfen!

Die nächsten Fragen richten sich an Helia, es dreht sich alles um die Veränderungen für den HR-Bereich sowie für Führungskräfte und die Frage, ob es im Zeitalter von Selbstorganisation und Holocracy beides in der heutigen Form in Zukunft überhaupt noch braucht? Helia bestätigt die Tendenz, dass Führungskräfte in agilen Organisationen vermehrt HR-Aufgaben übernehmen, findet jedoch, dass für klassische Standardprozesse wie z.B. die monatliche Lohnabrechnung, nach wie vor durch HR-Mitarbeitende durchgeführt oder alternativ automatisiert werden sollten. Auch in Bezug auf die Rolle und die Anforderungen an Führungskräfte nimmt Helia deutliche Veränderungen war, wertet die allerdings positiv. Die Hauptaufgabe der (zukünftigen) Führungskräfte sieht sie vorwiegend in Coaching, Empowerment, Motivation, Steuerung und Culture Management – und genau hier sieht Helia den Vorteil der Frauen: Dass Empathie, Authentizität und “Führen mit Herz” bei uns Frauen oftmals stärker ausgeprägt sind als bei unseren männlichen Pendants, kann durchaus zum Vorteil werden.

Anna, als jüngste in der Runde, wird dazu befragt, wie einfach oder schwierig sie es empfindet, stets am Ball zu bleiben, was neue Technologien und Methoden angeht und sich diesbezüglich neue Skills und Kompetenzen anzueignen. Lächelnd erläutert Anna, dass dies im Rahmen ihrer Lehre quasi “automatisch” passiert, da sie regelmässig Projekt und damit auch Abteilung wechselt und sich jedes Mal einer ganz anderen Herausforderung gegenübergestellt sieht. So locker, wie Anna das erzählt, nimmt man ihr gerne ab, dass ihr diese stetige Veränderung Freude bereitet. Ein bisschen hegt Anna sogar die Befürchtung, dass sie sich nach Abschluss ihrer Lehre langweilen könnte, sobald sie fix in einer Abteilung arbeitet und nicht mehr derselben Vielfalt ausgesetzt ist wie während der Ausbildung. Ich bin sicher, für talentierte Frauen wie sie wird immer wieder ein Türchen aufgehen und Anna wird die Langeweile erfolgreich umgehen können!

Weiter geht es mit Nadja, der einzigen Nicht-Swisscom-Vertreterin in der heutigen Diskussion. Die Fragen an Nadja drehen sich allesamt um Holocracy, da dieses Zusammenarbeitsmodell seit 2015 in ihrer Unternehmung, der Liip AG, praktiziert wird. Nadja erzählt uns von Anfangsschwierigkeiten, besonders auch von ihrer Seite. Als Co-Founderin war die Firma immer ihr “Baby” und plötzlich musste sie lernen, loszulassen und die Entscheidungen von anderen nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu vertreten. Spannend wird die Diskussion um die Lohnpolitik bei Liip: Leistungslohn sucht man hier vergebens, die Entlöhnung erfolgt nach allgemeinen und für alle gleichermassen gültigen Kriterien. Auch Zusätze wie Erfolgsanteil sind für alle Mitarbeitenden gleich. Der Gedanke dahinter ist, dass sich die Performance der Teams ausgleichen soll – mal performt Team A besser, in der nächsten Phase wieder Team Z. Den nächsten grossen Schritt hat das Unternehmen vor zwei Monaten gewagt, indem es sämtliche Löhne für alle Mitarbeitenden offengelegt hat – inklusive entsprechender Kriterien dahinter (z.B. Ausbildungen, Berufserfahrung, Softskills). Eine spannende Reise, die das Unternehmen schon hinter sich hat und ich bin gespannt, was der nächste Schritt ist. Nadja geht davon aus, dass es in naher Zukunft keine radikale Veränderung des Arbeitsmodells geben wird, sondern weiter an der Ausarbeitung des Holocracy Modells gearbeitet wird. Da wünschen wir doch gutes Gelingen!

Auf die Frage, was die Frauen denken, wie lange es die Diversitäts-Diskussion noch braucht, sind sich alle einig: Wir sind erst am Anfang. Nach wie vor müssen Frauen sich mehr “behaupten” und immer wieder beweisen, was in ihnen steckt. Was dabei nicht hilft, ist das ausgeprägte Konkurrenzdenken, welches zwischen Frauen oftmals herrscht. Vielmehr sollten wir Frauen einander unterstützen, besonders in Führungspositionen, z.B. durch Mentoring und mit Hilfe von Netzwerken wie We Shape Tech.

Und schon sind wir am Ende der Diskussion angelangt und Monika schliesst mit einem herzlichen Dank an die vier Frauen auf der Bühne.

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Meine persönlichen Take-Outs von der Diskussion:

  • In der Schweiz wird nach wie vor zu wenig unternommen, um das Potenzial von Frauen auszuschöpfen. Beispielsweise herrscht nach wie vor die allgemeine Meinung, dass Karriere und Kinder nicht miteinander vereinbar sind, weswegen viele sehr gut ausgebildete Frauen sich mit der Rolle der Hausfrau und Mutter zufriedengeben.
  • Wir Frauen sollten uns mehr zutrauen und unsere weiblichen Eigenschaften – wie z.B. Herzblut, Emotionen und Empathie – vielmehr zu unseren Gunsten nutzen. Weiter müssen wir das ewige Konkurrenzdenken überwinden. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und pushen, hilft das am Ende allen Frauen.
  • Wir haben nie ausgelernt! Um uns gut positionieren zu können, sind sowohl ein gesunder Wissensdurst und Neugierde als auch die Bereitschaft, sich stetig weiterzuentwickeln und Neues zu lernen, unabdingbar.
  • Holocracy ist ein spannendes System mit vielen Vorteilen. Aber es bedingt, dass man (Fehl-)Entscheide von anderen akzeptieren und mittragen kann sowie, dass man bereit ist für die volle Transparenz in allen Bereichen und die auch unterstützt.

Für mich war die Diskussion sehr spannend, wir durften vier starke und einzigartige Frauen kennenlernen, die einen noch ganz am Beginn ihrer Karriere, andere in Führungspositionen, die sie ohne viel Können, Durchhaltewillen und Herzblut nicht hätten erlangen können.

Beim anschliessenden Apéro können die Teilnehmerinnen die angeregte Diskussion noch weiter vertiefen und den Abend bei einem kühlen Bier und leckeren Häppchen ausklingen lassen. Ein insgesamt sehr gelungener Anlass mit spannenden Einblicken in die Arbeitswelt der Zukunft und was dies für uns Frauen bedeutet.

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Rebel Stories – We Shape Tech Bern

 

Everyone has a story to tell.

Everybody can draw.

Under these assumptions we shaped our last community event in Bern. Located at the inspiring office of Nothing Interactive we enjoyed an inspiring evening full with stories, drawing and portraits.

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Our starting point for these Rebel Stories has been the highly recommended book “Good Night Stories for Rebel Girls”, a compilation of hundred bedtime stories about the life of extraordinary women from the past and the present. Since we do believe there is a rebel inside everyone, we encourage the attendees to draw their own portraits as superheroes to show their superpowers, strengths and weaknesses.

Lara Portmann shared with us her own story about gender diversity at Nothing Interactive. Five years ago Lara was the only woman on board, nowadays women are almost forty percent of the employees. But how did they manage to improve their women quota?  As Lara explained to us, everything started just talking about the issue and given the problem some visibility within the company.

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As we said, everyone can draw but not all of us know how.

Visualization techniques are powerful tools to make information understandable. Monica Ray Scott introduced us how we can effectively communicate through visualizing and why we should take advantage of it during meetings and project’s development. She was supported by Andrea Berset who did the live graphic recording from her tips and suggestions .

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Following Andrea made us a quick introduction about drawing from characters and how to use basic forms into our portraits. As she said – “Visualizing can be learnt”. And so we did. Learning by doing.

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Time for drawing: we all tried our best to set down our capabilities, superpowers and challenges on paper. With the resulting portraits we built a stunning wall gallery packed with brave and rebel stories.

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And after a short plenum where some of the portraits were presented by their authors was time for our networking Apéro. This time we could enjoy the vegan treats from co-kitchen, simply delicious!!

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Thank you all for the inspiring evening and especially to those who helped us during the event and to our sponsor Nothing Interactive. We hope to see you soon in some of our future events. Stay tuned joining our newsletter or following us in Facebook and Twitter. And most importantly: keep on being rebel.

You can check all photos from this event in our gallery.

When research and personal experience go for a walk with confidence

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Running 15 minutes late, I am sitting on my bike in heels, trying to beat the rain while wondering which would create the bigger blow to my confidence – arriving wet and late (due to the rain) or sweaty and slightly less late (due to a good workout). I end up deciding to choose the middle way, a little less speed, half sweaty, half wet from the rain and arrive 15 minutes later at Ginetta’s to Crack the Confidence Gap with We Shape Tech.

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The event is filled to the brim, 79 eager participants show up to find out more about confidence. The crowd arrives prepared – participants have gone through a short survey that helps them identify which areas of confidence needs the most improvement. Not to my surprise and to my own annoyance I score worst in the category of self-branding and marketing. I decide to politely ignore the result and later join another working group to save my brain from getting stuck in another rant on why I refuse to consider myself a product I need to market and build building confidence in another area of my life.

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The evening starts with a short deep into what confidence is. Simone Reichlin User Researcher at Ginetta takes the stage to demystify confidence and shares the fundamentals from a psychological perspective. Confidence is defined as the trust in ones abilities, qualities and judgment and serves as our basis to act and deal effectively with life’s challenges. Research shows that confidence is learned rather than a trait we are born with. Both socialization and attachment style influence the confidence we build early on and later on support or hinder the further development of confidence throughout our lives. Other factors influencing self-confidence are gender, age and nationality with women consistently scoring lower when self-confidence between genders are compared. “While we think we live in an equal world, the gender gap clearly shows that reality still is different.” To tackle the challenge Simone suggests to pair building awareness on where and why the gap occurs with talking about it and building the tools to bridge the confidence gap. The evening’s program is designed to help us put those three steps into practice.

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I decide to join a working group that takes a closer look on how to build confidence in response to typical situations that occur in the workplace every day. The discussion in my group is lively and brings up experiences that we read and hear about frequently. There is the tech consultant who has to prove her role again and again as a project lead, even so she has 10 years of experience in the field. The sales representative who casually gets asked by her manager whether she knows if she wants to have a family or build her career. And the co-worker who doesn’t know what to do with her tears in the workplace that sometimes build up when she is extremely frustrated or angry. Many of us noticing that the blow towards our confidence feels worse when we feel we reacted in an inappropriate way during or after the situation.

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While coming up with solutions we also start asking ourselves who has been setting the norms and rules for what we accept as professional behavior. Why do we feel pressured to come up with a response right away? Why does it seem like a no go to tear up or cry at work? And will these norms change with more and more women taking the lead in the workspace?

Some of the solutions we build in the group are simple, but have proven effective like taking the time to follow up when we want to communicate more even after a conversation has ended, asking for feedback more often, taking the time to download with an ally before confronting the person concerned in a conflict or misunderstanding.

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Appreciating the diversity of possibilities presented on building and demonstrating more confident behaviour, to me the larger question on how environments and structures need to be shaped to enable women to live, express and practice confidence remains unaddressed. Lately, I am feeling a growing level of unease when women address how they can adjust their behavior to come across more confident. I am wondering if we once more just try to accommodate ways of operating that already don’t support the majority of women, rather than addressing the root cause.

On my way home, my head is spinning with questions and new ideas. Climbing up the small hill towards my apartment on my bike, I conclude that for me confidence continues to grow in spaces that allow me to actively engage, in which people are interested in my thoughts and opinions, in which I can contribute to shaping the flow of communication and there is a willingness to continuously work through differences.

 

Vier Frauen, Vier Wege – Vorbilder unserer Zeit