Confidence Gap – “Wir müssen reden.”

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Wenn ich in meinem Freundeskreis über We Shape Tech, unsere Gedanken und unsere nächsten Events spreche, führt das immer wieder zu lebhaften Diskussionen. Und immer wenn es besonders hoch hergeht, merke ich: das könnte auch in unserem Netzwerk sehr spannend werden. Dieses Mal haben wir mit dem Confidence Gap wieder so ein Thema, das etwas zum klingen bringt und polarisiert.
Worum geht es beim Confidence Gap? Einfach erklärt haben wir sozusagen zwei Skalen, die wir betrachten können: Confidence und Kompetenz. Ich übersetze mal der Einfachheit halber Confidence mit “Was meine ich zu können” und Kompetenz mit “Was kann ich?”. In der Welt aus der ich ursprünglich komme, sollten Confidence und Kompetenz miteinander matchen. Ich weiss, was ich kann. Und ich kann dazu stehen und dafür einstehen, aber bitte nicht zu laut und zu deutlich. Bitte nicht in den Vordergrund drängen.
Bei der Confidence spielt aber noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinein: Was ist mein Potential? Was traue ich mir in einer brauchbaren Zeit zu lernen zu?
Du bewirbst dich nur auf Jobs, bei denen du alle Kriterien zu 100% erfüllst? Ja, dann wirst du dich leider auch im neuen Job nicht wahnsinnig weiterentwickeln. Du bleibst bei dem Aufgabengebiet in deiner Komfortzone. Die Menschen, bei denen du dich bewirbst, wundern sich vermutlich, warum du dich bewirbst. Und die Wahrscheinlichkeit, dass du eine Frau bist, ist relativ hoch.
Du erfüllst 50% oder 60% der Kriterien? Bewirbst dich trotzdem? Weil du dich ja weiterentwickeln willst und du schliesslich bisher alles notwendige (fast) immer schnell genug gelernt hast? Ja, dann wirst du falls du den Job bekommst, viel neues dazulernen. Vermutlich gehst du durch eine harte Zeit, aber du lernst und gewinnst weiter an Selbstvertrauen – – – und die Wahrscheinlichkeit, dass du ein Mann bist, ist ziemlich hoch.
Vereinfacht ausgedrückt? Stimmt. Trotzdem aber leider, leider sehr wahr. Männer trauen sich mehr zu. Sie werden darin auch von Kindesbeinen an bestärkt – und entwickeln sich darum auch in Jobs sehr oft schneller weiter. Auch das sehr pauschal? Ja, aber tatsächlich belegen Studien genau dieses Verhalten.

Ist das angeboren oder anerzogen? Ich weiss nicht. Ich finde es auch gar nicht relevant, denn wenn es angeboren wäre, würde es dadurch nicht akzeptabler, weil “natürlich” werden.

Ich kenne aber übrigens genug Männer, die genau dieses “Mehr Sein als Schein” ebenso nervt wie zum Beispiel mich. Ich kenne auch genug Menschen, die sich fragen, wie man andere ermutigen kann, aus der kleinen, beengenden Kapsel, die sich Komfortzone nennt, herauszutreten und sich zu neuen Abenteuern aufzumachen. Denn Confidence gibt auch Freiheit sich für einen eigenen Weg immer wieder neu zu entscheiden.

Was ist der Confidence Gap? Wo steht er dir im Weg? Oder wir kannst du deine Mitarbeiter ermutigen, über diesen Gap hinwegzusteigen? Was bedeutet er eigentlich in der Zusammenarbeit in Teams?

Genau das sind die Themen, die wir mit dir – dieses Mal übrigens egal ob Mann oder Frau – bei unserem nächsten Workshop-Style-Event am 28.6. bei Ginetta diskutieren möchten. Selbstbewusstsein, Selbstbestimmung und Kompetenz sind stark miteinander verflochten.Ziel ist es, sich über Erfahrungen auszutauschen und einander mit Life Hacks zu inspirieren.

Hast du Fragen oder Anregungen, was dir für den Event wichtig ist? Dann kommentiere hier gerne. Wir nehmen deine Anregung gerne auf.

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