WST Bern «Future@Work»

ein Erfahrungsbericht von Murielle de Roche, Helferin am «future@work» Event vom 27.04.2018 bei der Swisscom

Es ist Mittwoch, 17:30 Uhr und ich treffe etwas gehetzt im BrainGym der Swisscom an der Genfergasse ein. Eigentlich wollte ich doch früher da sein, da ich mich zum Helfen als «Mädchen für alles» gemeldet hatte. Von den bereits anwesenden Helferinnen werde ich herzlich in Empfang genommen und wir sprechen uns rasch ab, wer was macht. Zusammen mit Kathrin positioniere ich mich direkt beim Eingang, bewaffnet mit Teilnehmerinnenliste und Namenskleber, um die heutigen Gäste in Empfang zu nehmen. Obwohl es mein erster WE SHAPE TECH Anlass ist, begegne ich einigen bekannten Gesichtern – kein Wunder, mit der Swisscom ist mein Arbeitgeber der Host des heutigen Events.

Nach Welcome-Drink und kurzem Schwatz geht es um 18:30 Uhr los mit dem Hauptteil, der Podiumsdiskussion zum Thema «future@work». Ein brandaktuelles Thema, das mich persönlich betrifft und interessiert: Im Rahmen der Swisscom DevOps Transformation hat mein Organisationsbereich im letzten Jahr die Software Entwicklung vom Wasserfall-Model auf agile Methodik umgestellt – eine sehr spannende und lehrreiche Zeit voller Abenteuer und Experimente. Nun bin ich gespannt, was als Nächstes kommt – Welcome Future@Work!

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Brigitte Hulliger begrüsst charmant und humorvoll die gespannte Frauen-Meute, erläutert den Ablauf des heutigen Abends und gibt einen Ausblick auf zukünftige Anlässe von We Shape Tech Bern. Zudem fordert sie uns auf, fleissig vom heutigen Abend zu twittern und als Nicht-Twitter-User überlege ich mir kurz, auch hier Neuland zu begehen und einen Account einzurichten. Ich verwerfe die Idee aber schnell wieder, es würde mich schlicht zu lange ablenken und ich möchte auf keinen Fall deswegen die Podiumsdiskussion verpassen. Beruhigt sehe ich, dass andere Teilnehmerinnen bereits ihr Smartphone gezückt und die Twitter-App gestartet haben – nun kann’s also definitiv losgehen!

Nach Brigitte begrüsst uns auch der heutige Gastgeber – die Swisscom – in der Person von Elena Folini, Diversity Verantwortliche bei Swisscom. Elena gibt den Teilnehmerinnen einen kurzen Einblick zur Swisscom als Arbeitgeberin und erläutert, wo das Unternehmen heute in Bezug auf Diversity steht und was es aktuell am Meisten beschäftigt. Elenas Kernaussagen kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Swisscom beschäftigt sich aktiv mit dem Thema Diversity und ist verglichen mit anderen Unternehmen sehr weit. Mein Arbeitgeber unterstützt beispielsweise verschiedene Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle, Teilzeit für Männer, Work Smart und vieles mehr – und dennoch gibt es noch einiges zu tun. Gerade im Zusammenhang mit der Digitalen Transformation und den damit verbundenen Änderungen in Bezug auf Arbeitsmethodik und Stellenprofile.

Nach diesem Intro übernimmt nun Monika Blaser das Wort und startet mit der Podiumsdiskussion. Dazu hat sie vier spannende Frauen mit unterschiedlichem Background eingeladen:

  • Maja Schreiner, Senior Test Manager bei Swisscom
  • Helia Burgunder, Head of Sales bei Swisscom
  • Anna Spiess, Mediamatik Lernende way-up bei Swisscom
  • Nadja Perroulaz, Co-Founder und Partner bei Liip AG

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Die erste Frage dreht sich um die Arbeitswelt von heute und wie sie sich im Verlauf der Karrieren der vier Frauen verändert hat. Maja spricht begeistert von der Zusammenarbeit trotz örtlicher Distanz, die dank technologischem Fortschritt heute so einfach möglich ist und maximale Flexibilität für jeden Einzelnen ermöglicht. Gleichzeitig betont sie aber auch die Wichtigkeit von gemeinsamer Vision und Mindset sowie der Teamfähigkeit der Mitarbeitenden. Überraschend fällt für mich der Vergleich der Schweiz mit Serbien, Maja’s Herkunftsland, aus: Während es in Serbien ganz normal ist, dass Mädchen sich für Technik interessieren und z.B. Mathematik oder Physik studieren, sind weibliche Vertreter in diesen Domänen bei uns in der Schweiz nach wie vor akut in der Unterzahl. Die Begründung klingt logisch, stimmt aber nachdenklich: Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation ist es für die meisten Familien in Serbien nicht möglich, nur von einem Einkommen zu überleben und deswegen zwingend, dass Frau nach der Familien-Gründung rasch möglichst wieder arbeiten geht. In der Schweiz hingegen wird oftmals noch das klassische Familienmodell praktiziert: Mann geht arbeiten und bringt das Geld nach Hause, während Frau für die Kinder und das häusliche Wohl sorgt. Einmal mehr fühle ich mich bestätigt in meiner These, dass wir in der Schweiz viel zu wenig aus dem Potenzial der Frauen schöpfen!

Die nächsten Fragen richten sich an Helia, es dreht sich alles um die Veränderungen für den HR-Bereich sowie für Führungskräfte und die Frage, ob es im Zeitalter von Selbstorganisation und Holocracy beides in der heutigen Form in Zukunft überhaupt noch braucht? Helia bestätigt die Tendenz, dass Führungskräfte in agilen Organisationen vermehrt HR-Aufgaben übernehmen, findet jedoch, dass für klassische Standardprozesse wie z.B. die monatliche Lohnabrechnung, nach wie vor durch HR-Mitarbeitende durchgeführt oder alternativ automatisiert werden sollten. Auch in Bezug auf die Rolle und die Anforderungen an Führungskräfte nimmt Helia deutliche Veränderungen war, wertet die allerdings positiv. Die Hauptaufgabe der (zukünftigen) Führungskräfte sieht sie vorwiegend in Coaching, Empowerment, Motivation, Steuerung und Culture Management – und genau hier sieht Helia den Vorteil der Frauen: Dass Empathie, Authentizität und “Führen mit Herz” bei uns Frauen oftmals stärker ausgeprägt sind als bei unseren männlichen Pendants, kann durchaus zum Vorteil werden.

Anna, als jüngste in der Runde, wird dazu befragt, wie einfach oder schwierig sie es empfindet, stets am Ball zu bleiben, was neue Technologien und Methoden angeht und sich diesbezüglich neue Skills und Kompetenzen anzueignen. Lächelnd erläutert Anna, dass dies im Rahmen ihrer Lehre quasi “automatisch” passiert, da sie regelmässig Projekt und damit auch Abteilung wechselt und sich jedes Mal einer ganz anderen Herausforderung gegenübergestellt sieht. So locker, wie Anna das erzählt, nimmt man ihr gerne ab, dass ihr diese stetige Veränderung Freude bereitet. Ein bisschen hegt Anna sogar die Befürchtung, dass sie sich nach Abschluss ihrer Lehre langweilen könnte, sobald sie fix in einer Abteilung arbeitet und nicht mehr derselben Vielfalt ausgesetzt ist wie während der Ausbildung. Ich bin sicher, für talentierte Frauen wie sie wird immer wieder ein Türchen aufgehen und Anna wird die Langeweile erfolgreich umgehen können!

Weiter geht es mit Nadja, der einzigen Nicht-Swisscom-Vertreterin in der heutigen Diskussion. Die Fragen an Nadja drehen sich allesamt um Holocracy, da dieses Zusammenarbeitsmodell seit 2015 in ihrer Unternehmung, der Liip AG, praktiziert wird. Nadja erzählt uns von Anfangsschwierigkeiten, besonders auch von ihrer Seite. Als Co-Founderin war die Firma immer ihr “Baby” und plötzlich musste sie lernen, loszulassen und die Entscheidungen von anderen nicht nur zu akzeptieren, sondern auch zu vertreten. Spannend wird die Diskussion um die Lohnpolitik bei Liip: Leistungslohn sucht man hier vergebens, die Entlöhnung erfolgt nach allgemeinen und für alle gleichermassen gültigen Kriterien. Auch Zusätze wie Erfolgsanteil sind für alle Mitarbeitenden gleich. Der Gedanke dahinter ist, dass sich die Performance der Teams ausgleichen soll – mal performt Team A besser, in der nächsten Phase wieder Team Z. Den nächsten grossen Schritt hat das Unternehmen vor zwei Monaten gewagt, indem es sämtliche Löhne für alle Mitarbeitenden offengelegt hat – inklusive entsprechender Kriterien dahinter (z.B. Ausbildungen, Berufserfahrung, Softskills). Eine spannende Reise, die das Unternehmen schon hinter sich hat und ich bin gespannt, was der nächste Schritt ist. Nadja geht davon aus, dass es in naher Zukunft keine radikale Veränderung des Arbeitsmodells geben wird, sondern weiter an der Ausarbeitung des Holocracy Modells gearbeitet wird. Da wünschen wir doch gutes Gelingen!

Auf die Frage, was die Frauen denken, wie lange es die Diversitäts-Diskussion noch braucht, sind sich alle einig: Wir sind erst am Anfang. Nach wie vor müssen Frauen sich mehr “behaupten” und immer wieder beweisen, was in ihnen steckt. Was dabei nicht hilft, ist das ausgeprägte Konkurrenzdenken, welches zwischen Frauen oftmals herrscht. Vielmehr sollten wir Frauen einander unterstützen, besonders in Führungspositionen, z.B. durch Mentoring und mit Hilfe von Netzwerken wie We Shape Tech.

Und schon sind wir am Ende der Diskussion angelangt und Monika schliesst mit einem herzlichen Dank an die vier Frauen auf der Bühne.

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Meine persönlichen Take-Outs von der Diskussion:

  • In der Schweiz wird nach wie vor zu wenig unternommen, um das Potenzial von Frauen auszuschöpfen. Beispielsweise herrscht nach wie vor die allgemeine Meinung, dass Karriere und Kinder nicht miteinander vereinbar sind, weswegen viele sehr gut ausgebildete Frauen sich mit der Rolle der Hausfrau und Mutter zufriedengeben.
  • Wir Frauen sollten uns mehr zutrauen und unsere weiblichen Eigenschaften – wie z.B. Herzblut, Emotionen und Empathie – vielmehr zu unseren Gunsten nutzen. Weiter müssen wir das ewige Konkurrenzdenken überwinden. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und pushen, hilft das am Ende allen Frauen.
  • Wir haben nie ausgelernt! Um uns gut positionieren zu können, sind sowohl ein gesunder Wissensdurst und Neugierde als auch die Bereitschaft, sich stetig weiterzuentwickeln und Neues zu lernen, unabdingbar.
  • Holocracy ist ein spannendes System mit vielen Vorteilen. Aber es bedingt, dass man (Fehl-)Entscheide von anderen akzeptieren und mittragen kann sowie, dass man bereit ist für die volle Transparenz in allen Bereichen und die auch unterstützt.

Für mich war die Diskussion sehr spannend, wir durften vier starke und einzigartige Frauen kennenlernen, die einen noch ganz am Beginn ihrer Karriere, andere in Führungspositionen, die sie ohne viel Können, Durchhaltewillen und Herzblut nicht hätten erlangen können.

Beim anschliessenden Apéro können die Teilnehmerinnen die angeregte Diskussion noch weiter vertiefen und den Abend bei einem kühlen Bier und leckeren Häppchen ausklingen lassen. Ein insgesamt sehr gelungener Anlass mit spannenden Einblicken in die Arbeitswelt der Zukunft und was dies für uns Frauen bedeutet.

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Recap WST Roundtable with EO Schweiz: «Wie gewinnt man mehr Frauen?»

von Aileen Zumstein, Board Member We Shape Tech Basel

Allein auf weiter Flur – als Frau bis heute keine Seltenheit in der Tech-Branche. Obwohl das Thema Diversität in aller Munde ist, scheint die Umsetzung noch in weiter Ferne zu liegen. Auch die Unternehmerorganisation EO kämpft in der Schweiz mit einem geringen Frauenanteil. Wie man dies ändern kann, war Ende April Thema eines gemeinsamen Roundtables von EO Schweiz und WE SHAPE TECH in Zürich.

Ob in der Ausbildung, im Arbeitsalltag, auf Veranstaltungen und Konferenzen; oft kann man die anwesenden Frauen an einer Hand abzählen. Diversität wird zwar überall thematisiert und über potentielle Lösungen diskutiert, im (Berufs)Alltag ist sie aber auch 2018 noch längst nicht angekommen.

Doch selbst ist die Frau: von Unternehmerinnen und Mitarbeitenden der Tech-Branche gegründete Netzwerke wie WE SHAPE TECH setzen in der männerdominierten Branche ein Zeichen. Frauen vernetzen sich und nutzen zunehmend ihre eigenen und die neu geschaffenen Netzwerke, um gemeinsam weiterzukommen.

Ende April haben sich WE SHAPE TECH, vertreten durch alle Chapter (Zürich, Bern, Basel) und die Unternehmerorganisation EO in Zürich zu einem gemeinsamen Roundtable getroffen und diskutiert, wie sich der geringe Frauenanteil – 9% – bei EO erklären lässt und was man konkret dagegen tun kann.

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Women on Board
Wie in der Geschäftsleitung oder im Verwaltungsrat, sollen auch in einem Board eines Vereins oder NGO Frauen Mitglied sein. Es braucht Frauen in der Führung und solche, die eine Leadership Rolle einnehmen. Männerlastige Boards ziehen weniger Frauen an. Das Gleiche gilt bei Anlässen. Wenn das Programm weibliche Speakers und Podiums Teilnehmerinnen beinhaltet, zieht es automatisch mehr weibliche Teilnehmende an. Das ist aus verschiedensten Studien bekannt.
“Women follow women”
Rasch kamen die Teilnehmerinnen seitens WE SHAPE TECH auf die mangelnde Präsenz von Frauen bei der Entrepreneurs’ Organisation EO zu sprechen. Zudem braucht es Botschafterin, die EO nach aussen tragen. Wer weitere Frauen in seiner Organisation haben möchte, sollte die bereits engagierten Frauen prominent gegen aussen auftreten lassen. Auch die Kommunikation spielt eine grosse Rolle. Organisationen können Frauen mit gezielter Kommunikation ansprechen.

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Anreize für Mitglieder
Nebst gezielter Kommunikation der Organisation nach aussen, braucht es auch das Engagement der bestehenden Mitglieder. Diese sind für die Anwerbung von weibliche Mitgliedern zentral ist: denkbar wäre beispielsweise ein Anreizsystem, damit diese aktiv mit Frauen in ihrem unternehmerischen und privaten Umfeld über EO sprechen und sie einladen, sich selbst einen Eindruck von der Organisation zu machen.

Wir wünschen EO viel Erfolg bei der Umsetzung und danken allen Teilnehmenden für die Inputs an diesem Roundtable.

ANDREA BERSET

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Every month we ask one individual in our network a few questions about their way into tech, their motivation and their lessons learned.

What valuable advice did you get from your parents?

I think it isn’t one single advice I got from my parents. It’s the attitude of trust and self-confidence they lived and demonstrated every day to us kids. And they gave us love and showed us how to be respectful and kind. If you are fitted with a basic trust then almost everything is possible!

What aspects of work are you proudest of?

In 2015 I started to think about founding my own company. At that time it was all around visualisation and I offered workshops and courses about this subject. I knew that this wasn’t enough and I was interested in humans and their roles in different systems they are living in. So I started a CAS in Coaching and soon recognised, that those two subjects (which are both big passions of mine) can be well connected.

So I think I’m proud of myself that I had the courage to figure out what really matters to me and the intention to follow my goals and dreams. Today I have my own company www.kimia.ch and I am able to do what I love.

What drives you at work?

I think it is my curiosity and the natural interest in people and stories. And the fact that I want to get out the best of every situation, for my clients and their needs.

What has been the toughest challenge you faced while working?

I think it is the fact that you have to get out of your comfort zone again and again and again. Every new job is a challenge. New people, new needs, new settings.  With a good backpack of skills, experiences and methods and with enough self-confidence you are able to face these challenges without breaking down.

What advice would you give other women?

You should be able to get out of your comfort zone every now and then and move further on in the learning zone – every single day.

Miriam Gantert

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Every month we ask one individual in our network a few questions about their way into tech, their motivation and their lessons learned. Since Miriam left the We Shape Tech Berne Board in the end of 2017 we held this interview with her.

Let’s start from the beginning. Tell us about where you’re from!

I grew up in Munich, but moved to Zurich when I was 18 to study physics at ETH – that’s 14 years ago. After finishing my studies and doing a bit of travelling, I worked in IT for 5 years, as a consultant and project manager. In spring 2013 I moved to Bern, where I live now and co-founded the Impact Hub Bern in 2016.

What valuable advice did you get from your parents?

«Damit gewinnt man kein Blumentopf» was one of my mother’s favorites. That stuck with me: it’s about what you accomplish, not about being «nice» or «pretty». My mother is a hard working business women to this day, so I never felt like there were things that women just can’t or shouldn’t do.

The second thing I take from my upbringing is, that those who have, should give – be it money time or abilities.

How did you become interested in tech?

As a child I loved going to the all the science and technology museums in Munich with my father. He took great pride in explaining everything to me and I enjoyed all the interactive displays, pushing all the buttons… I guess that is what still interests me most: understanding how things work.

What aspects of your work are you proudest of?

Founding and building up the Impact Hub Bern is the best work I’ve ever had and a lot more than just a job. I’m proud of what we’ve managed – but we as team, not me as individual!

What drives you at work?

The people I work for and the people I work with have always been my incentive. Right now at the Hub: The great freedom of shaping this place, community and business. Not having to sell a product I don’t believe the world really needs, but instead promoting something that makes sense to me.

What has been your toughest challenge you faced while working in tech?

Having to be around guys every day, all day long for 10 years…just kidding, but I do enjoy having a few women around now! It’s just a different set of conversations.

To be honest, I never felt disadvantaged by being a women in tech, so my challenges were those of all who are young and inexperienced in a job. Sure, there’s always a few stupid remarks, especially from older men, but usually it’s more an incapability of how to interact with women than bad will. I always felt I earned their respect in the end.

What advice would you give other women in tech?

Whether in tech or else were: Do what you want to do and stand up for yourself, by asking for the wage you think you should be paid, applying for that leadership position and letting people know when their behaviour is out of order.

 

Monika Blaser kommt zu WST Bern

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Sie wollte immer Floristin werden. Doch kurz vor dem Unterzeichnen des Lehrvertrages wurde bei ihr eine Pollenallergie festgestellt – zum Glück, wie man heute sagen kann, sonst wäre sie nie in der spannenden IT-Welt gelandet. Nach der KV-Lehre gelang der Direkteinstieg in den EDV-Support in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Über diverse Weiterbildungen führte ihr Weg von der Applikations- und Systembetreuerin beim Kanton zu den Datenbanken im Energiesektor. Im Team wie auch an Ausbildungen war sie meistens die einzige Frau, was sie nie störte. Im Gegenteil – die Männer schätzten ihre Ansichten und als Teamleiterin wurde sie respektiert. Über Diversität und Frauen in der Technik hat sie sich nie gross Gedanken gemacht. Bis zum Tag, als nach einer Reorganisation einer ihrer Mitarbeiter kündigte, mit der Begründung, dass er keine Frau als Chefin akzeptieren könne. Da lernte sie WeShapeTech kennen. Besonders das Netzwerk sowie die kleinen konkreten Beispiele, die man für Alltagssituationen lernt, schätzt sie sehr. Als Wirtschaftsinformatikerin FH und mit 15 Jahren Informatik Erfahrung, arbeitet sie aktuell bei einem Finanzdienstleister im Innovationsteam. Um erfolgreich neue, innovative Geschäftsideen zu generieren, sind verschiedene Meinungen, Charaktere und Erfahrungen enorm wertvoll. Deshalb haben alle vom Team einen unterschiedlichen Background. In ihrer Freizeit ist sie Tauchlehrerin und reist leidenschaftlich gern.

Monika Blaser hat We Shape Tech bei der Organisation vom Event «Lebenswege» unterstützt und wird sich zukünftig als Vorstandsmitglied von We Shape Tech Bern weiter für das Netzwerk engagieren! Wir freuen uns sehr darüber und heissen Monika herzlich willkommen in unserem Vorstand!

Alice Baumann

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Every month we ask one individual in our network a few questions about their way into tech, their motivation and their lessons learned.

Let’s start from the beginning: tell us about where you’re from!

I was born in Schaffhausen. My father is Swiss, my mother Danish. This multicultural mixture made me very open-minded, creative and cosmopolitan.

What valuable advice did you get from your parents?

Never give up – always follow your dream! As photographers, journalists and authors, they were perfect role models: They met a lot of interesting people, travelled a lot, wrote thousands of articles and published many books. And even though they are in their 80ties by now they still follow their passion: Their new book about the lovely aspects of Schaffhausen will be celebrated in November. Creativity keeps them young. I share their fire, their courage and their hope to make the world a better place.

How did you become interested in tech?

For many years I worked as a journalist, coach and community manager. After my two studies in Communication and Social Media Management I enjoyed a study travel to the Silicon Valley. To discover new trends like Augmented Reality blew my head off: I returned as a tech fan and became a director of strategic marketing and innovation at Losinger Marazzi. We develop Smart Cities and offer our clients the entire life cycle of buildings.

What aspects of your work are you proudest of?

Thanks to several studies and my long and broad experience in the working field, I happen to inspire and motivate many people in our company, from top management to employees. We define Human Smart Cities and many other subjects.

What drives you at work?

As an Innovation Manager, I am at least two years ahead with my research. That makes me lead the was for our constructing experts. My vision of buildings as well as of new strategies and methods makes me an inspiring leader and coach for the top management as well as for our teams at the front.

What has been your toughest challenge you faced while working in tech?

I am a woman. I am a Swiss-German speaking Swiss-Danish woman with a long history of studies and diverse professional experiences, including freelance jobs, and I was not socialised in real estate. The majority of the management board are male (78 out of 80), french speaking engineers or lawyers, some of them with no other professional background than the multinational group Bouygues, which Losinger Marazzi is part of. I am the provocative and sometimes hurting stone in their shoes, as they say.

What advice would you give other women in tech?

Never give up. Follow your dream. The stone in your own show can change into a crystal. But: Never give yourself up. If your managing job hurts too much change the horse and ride away towards the rising sun. There is always another dream to be followed. Don’t suffer – enjoy life!