«Unsere Kunden sind auf Zak» – WE SHAPE TECH Basel bei der Bank Cler

Am Dienstag, 19. Februar, setzte WE SHAPE TECH die Inspiring Talks Series in Basel fort. Dieses Mal öffnete die Bank Cler die Türen für uns, um einen inspirierenden Abend voller Tech, Diversity und Innovation zu verbringen. Unsere Gäste waren Sandra Lienhart, CEO der Bank Cler, und Jörg Schönhärl, strategischer Berater bei der Entwicklung von Bank Cler Zak – der ersten Smartphone-Bank der Schweiz.

Rundum innovativ

Schon zu Beginn des Gesprächs, das von Aileen Zumstein geführt wurde, war Innovation ein grosses Thema. CEO Sandra Lienhart erklärte, dass bei der Bank Cler die Weichen 2017 in Richtung Innovation gestellt wurden. Die ehemalige Bank Coop erhielt mit dem neuen Auftritt nicht nur einen neuen Namen, sondern positionierte sich im Rahmen ihrer dualen Strategie neu – das heisst sowohl als digitale Bank als auch physisch über die Geschäftsstellen. Dies zeigt die Bank-Cler-Geschäftsstelle in Zürich: Die Kunden werden von einem Co-Banker empfangen und am Familientisch, an der Theke oder im sogenannten «Aquarium»  (ein verglastes Sitzungszimmer) – wo es dem Kunden am besten gefällt – beraten. Geht es um spezifischere Themen, wird ein entsprechender Banker-Kollege bzw. -Kollegin zum Gespräch herbeigezogen.

Die erste Smartphone-Bank der Schweiz

Mit «Zak» bietet die Bank Cler die erste Smartphone-Bank der Schweiz an. Innerhalb von 10 Monaten wurde die App entwickelt. Dabei sei es einzigartig, so Mitentwickler Jörg Schönhärl, mit welchem Weitblick und mit welcher Geduld das Team an die Umsetzung herangegangen sei. Auch die anhaltende Begeisterung der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates sei aussergewöhnlich, meinte Schönhärl. Bei der Entwicklung hatte das Team stets das Endprodukt vor Augen: Eine Bank, die in die Hosentasche von jungen, tech-affinen Menschen passt. Deshalb wurde auch von Anfang an mit dieser Zielgruppe zusammengearbeitet und es zeichneten sich die Bedürfnisse der Jungen ab. Ganz nach dem Motto «Ist der Monat zu Ende oder ist einfach kein Geld mehr da?» sollte die App erstens einen Überblick über die Finanzen bieten und zweitens die Sparmöglichkeiten integrieren.

Dies sind auch die Haupt-Features von «Zak», wie CEO Sandra Lienhart gleich mit dem eigenen Smartphone demonstrierte. Verschiedene Töpfe erlauben es, auf bestimmte Ziele, wie beispielsweise eine Asien-Reise, hinzusparen. Wie viel Geld in welchem Abstand in den Topf fliessen soll, kann je nach Bedürfnis angepasst werden. Ausserdem kann mit der App ganz leicht Geld von Zak-Nutzerin zu Zak-Nutzer geschickt werden. Zur Demonstration sendete Lienhart mit wenigen Handgriffen einen Betrag an ihr Gottenkind. «Da kommt bestimmt bald ein SMS.», merkte die CEO lachend an.

Diversität und Leadership

Sympathisch und tech-affin zeigten sich Schönhärl und Lienhart über den gesamten Abend hinweg. So zum Beispiel auch, als Lienhart am Anfang über ihre Führungsposition sprach: «Ich liebe extrem viel an meinem Job. Er ist unglaublich spannend und interessant.», schwärmte die CEO. Sie habe die Möglichkeit, eine junge Bank mit langjähriger Tradition neu zu positionieren, habe ein tolles Team hinter sich, in dem alle am selben Strick ziehen und die gleichen Ziele verfolgen würden. Trotzdem ist Sandra Lienhart eine der wenigen Frauen, die eine Bank leitet. Den Grund dafür sieht die CEO darin, dass die Rollenverteilung häufig immer noch traditionell ist und Frauen eher dazu neigen, nur Stellen anzunehmen, bei denen sie sämtliche Anforderungskriterien erfüllen. Sie selbst habe sich immer gefragt, ob sie den Job des Chefs auch ausüben könnte und dies habe sie angetrieben.

Schönhärl und Lienhart kommen beide aus Unternehmerfamilien und hatten dadurch schon früh Kontakt zum Unternehmertum. Dies dient beiden als Vorbild, auch wenn Schönhärl anmerkte, dass es bei ihm vor allem engagierte Kunden wie die Bank Cler seien, die ihn antreiben würden – so habe er Freude am Aufstehen. Dies ist auch der Leitsatz, den Sandra Lienhart motiviert: «Habe Freude am Arbeiten! Wenn du Freude hast, bist du engagiert und bist bereit, die Extra-Meile zu gehen.»

Gemütlicher Ausklang

Nach einem kurzen Abschluss, in dem wir die beiden Experten noch etwas persönlicher kennenlernen durften, erfuhren wir, dass Sandra Lienhart die Berge lieber hat als das Meer, Debit gegenüber Kredit bevorzugt und iOS lieber hat als Android. Jörg Schönhärl verriet, dass er Wein lieber hat als Bier, doch als Bayer fügte er hinzu: «Manchmal braucht’s einfach ein Bier!». In diesem Sinne war es dann nach der Beantwortung der Publikumsfragen auch Zeit für den Apéro, der weitere Möglichkeiten zum Austausch und zum Networken bot.

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