WST Bern «Pitch yourself» – Recap

 

«Jetzt erst Recht!» – diese Aussage begleitete mich bei unserem «Pitch yourself» Event in Bern von der Organisation bis zur Durchführung…

WST 27.07.2018 Recap «Pitch yourself»

Ich gebe es zu, es war ein bisschen ein Risiko unseren Event am 27. Juni durchzuführen. Mir als WM-Muffel war’s ja erst eigentlich gar nicht so bewusst, dass da die Schweiz gegen Costa-Rica spielt. Als aber der erste Coach abgesprungen ist mit der Aussage «da chunnt itz niemer, a dä Event! Da muesch Schutte luege!» hatte ich zwischenzeitlich schon ein etwas mulmiges Gefühl.

«JETZT ERST RECHT…» haben wir uns aber gedacht und unser Programm ein klein wenig angepasst. So hat’s diesmal als Apéro Bier und Bratwurst gegeben, und für die WM-Fans ein Public Viewing. Way to go with Clichés, nicht?

Und ich nehm’s gleich vorab: Es hat sich gelohnt, und der Event war toll!

Ein Blick zurück.

Es ist etwa 30 Grad, perfektes Wetter, ausverkauft mit 50 Anmeldungen, die Coaches gebrieft und ready, und die Türöffnung steht kurz bevor. Fabienne Bürkli, unsere Speakerin für den Abend ist schon ganz schön nervös – ja, auch Pitching Experten sind nervös vor Vorträgen. Ich find’s sympathisch! Und mit einem «Schuum»-Bier ist sie dann schon sehr viel lockerer. Es kann losgehen.

Beim Empfang können sich die TeilnehmerInnen gleich als WM-Fan outen. Zu den Namensschilder gibt’s Panini. Und damit sich die WM-Muffel nicht so verloren vorkommen, gibt’s für die einen Anonymous Kleber.

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Nach einer ersten Erfrischung und ein paar Snacks geht’s dann mit dem offiziellen Teil los. Monika (@mon_blaser) eröffnet das Programm und Laura Kieser von der APP Unternehmensberatung AG erzählt uns etwas über Frauen in der Beratung – wir lernen: das geht übrigens sehr gut!

Dann übernimmt Fabienne Bürkli: Alle haben schon gespannt darauf gewartet. Wie kann man sich denn eigentlich gut verkaufen? Was ist dieses Pitching? Und wozu kann man das denn brauchen? Gibt’s denn da auch ein paar Tipps und Tricks, wie man das machen kann? Fragen über Fragen – und sie hat auf alles eine Antwort. Einfach zusammengefasst in einem CheatSheet.

«Stell dir einmal vor… du bist in einem Lift mit deiner Chefin. Du hast eigentlich schon lange eine geniale Idee für die Firma, brauchst aber ein bisschen Zeit oder Geld dafür. Du hast 30 Sekunden Zeit (bis der Lift auf ihrem Stockwerk ankommt), um deiner Chefin deine Idee schmackhaft zu machen», fängt Fabienne an und erklärt dann, dass ein Elevator Pitch immer aus einem Hook, einem Core und einem Close besteht. Hat man etwas mehr als 30 Sekunden Zeit, so empfiehlt sich die NABC Methode für die Strukturierung vom Core.

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Pitchen könne man überall gebrauchen, erklärt sie, nicht nur um die Chefin zu überzeugen, sondern auch mal um den Partner zuhause zu überzeugen, dass man Fussball schauen möchte und nicht Germany’s Next Top Model, sagt sie mit einem Augenzwinkern ;-).

Auch für sie als alter Hase im Pitching ist es aber nicht immer ganz einfach… «Pitchen ist ambivalent… es ist nötig und bringt sehr viel, aber eigentlich mag ich es nicht. Aber ich sag mir dann jeweils: JETZT ERST RECHT!».

Sie gibt auch noch ein paar Tipps, was man gegen die Nervosität tun kann und zeigt’s dann auch gleich vor. Die Atemübungen aus ihrem Gesangsunterricht in den Jugendjahren kommen ihr hier gelegen.

Theorie ist gut und recht… aber wir wissen es alle: Übung macht den Meister. Nach der Einführung von Fabienne können sich drum die TeilnehmerInnen in Gruppen aufteilen und zu verschiedenen Themen das Pitching üben. Die Themen sind so vielseitig wie die Gruppen: «Me, Myself and I» für die, die sich selber verkaufen möchten, «Fussball – ja oder nein?» für alle, die den nächsten Abend eben WM gucken möchten, oder doch lieber Germany’s Next Top Model? «Meine Idee» für die, die eine Idee haben, aber nicht wissen, wie sie die verkaufen sollen und last but not least «Freizeit», für die, die zuhause die Familie noch überzeugen müssen für ihre beste Ferien Idee.

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Jede Gruppe erhält einen Coach zugeteilt – und dann wird gepitched was das Zeug hält. Alle kommen mal dran. Ich höre so viele tolle Ideen in einer so kurzen Zeit: Von der Ankleidekabine in Post Filialen (Ja, ich will meine Zalando Päckli gleich auspacken und was nicht passt direkt zurückschicken!) über gemeinschaftliches Urban Gardening auf der Dachterrasse (nachhaltig, günstig und fördert den nachbarschaftlichen Zusammenhalt) bis hin zum Surf-Urlaub, um nur ein paar Ideen zu erwähnen. Ich bin total begeistert.

Der «offizielle» Teil neigt sich langsam dem Ende zu – und ja, es ist auch schon bald 8 Uhr und das WM-Spiel beginnt. Während Monika die Meute zusammentrommelt und die nächsten Events ankündet mache ich mich auf den Weg auf die Dachterrasse und heize schon mal den Grill ein und unsere anderen fleissigen HelferInnen bauen das reichhaltige Salatbuffet auf. Es gibt Bratwürste (mit Chili oder Curry oder Tomaten oder …) und leckeres Bier.

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Das Apéro ist eröffnet! Die WM-Begeisterten gucken sich das Spiel an, während die anderen den Sommerabend auf der Dachterrasse geniessen, ihr Netzwerk pflegen und einige sogar weiter ihre Pitches üben.

«JETZT ERST RECHT!» war ein guter Ratgeber und ich bin froh, haben wir uns nicht verleiten lassen, den Event zu verschieben. Das Spiel (so hat man mir gesagt) ist 2:2 ausgegangen, somit ist die Schweiz in den Achtelfinals der WM – das «i-Tüpfli» des Abends. Ich freue mich auf den nächsten Event!

Vielen lieben Dank an APP und die zahlreichen Coaches und HelferInnen. Ohne euch wär’s nicht möglich gewesen!

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